Jugend-Obdachlosigkeit durch Lockdown-Maßnahmen

Die Tagesschau veröffentlicht am 4. April:

“Experten befürchten mehr Kinder- und Jugendobdachlosigkeit durch Corona”
Das ist sprachlich nicht korrekt. Eigentlich müsste es heißen: “Experten befürchten mehr Kinder- und Jugendobdachlosigkeit durch Lockdown-Maßnahmen

“Durch die Corona-Pandemie sind Kinder und Jugendliche nach Beobachtung der Stiftung “Off Road Kids” verstärkt von Obdachlosigkeit bedroht. “Wo es brodelt in Familien, kann es im Lockdown zum totalen Zerwürfnis kommen. Das endet dann schon mal mit dem Rausschmiss”, sagt Markus Seidel, Vorstandssprecher der Stiftung. Von zu Hause abgehauen oder rausgeflogen: Betroffen seien vor allem Jugendliche und Heranwachsende ab 17 Jahre.

Das vergangene Jahr habe bei der bundesweit tätigen Hilfsorganisation alle traurigen Rekorde gebrochen: “Wir haben 2474 Hilferufe von verzweifelten Straßenkindern und jungen Menschen erhalten, die in Deutschland akut von Obdachlosigkeit bedroht sind. Das waren doppelt so viele wie im Vorjahr”, so Seidel im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Weil in Corona-Zeiten keine Streetworker unterwegs sind, versucht die Stiftung, bedrohte Kinder durch das bundesweite Online-Hilfsangebot “sofahopper.de” zu erreichen.”

Und das sind die Kinder und Jugendlichen, die es noch irgendwie schaffen sich dort zu melden, die Dunkelziffer ist vermutlich noch deutlich höher. Das sollte jedem klar sein, der die Lockdown-Maßnahmen verordnet und gutheißt. Das ist nur einer von vielen Kollateralschäden, die “im Zusammenhang” mit den Maßnahmen zu verantworten sind. Interessant wäre es, wie die Lage der Jugendlichen und Kinder in Schweden durch die Krise kommen. Dort wurden zu keiner Zeit Menschen in ihre Wohnungen gezwungen.

Das Bild zeigt einen Obdachlosen in Karlsruhe 2019