Fukushima-Jahrestag mahnt zum 8. Mal

11. März 2019  Allgemein

Text von unserem MdB Michel Brandt:

Am 11. März 2011 ereignete sich der Super-Gau in Fukushima. In drei Atomreaktoren kam es zu radioaktiven Kernschmelzen, daraufhin kam es in Deutschland zu dem von der Bevölkerung geforderten Atomausstieg.

Acht Jahre später fordere ich mit dem Atomausstieg endlich Ernst zu machen. Deshalb unterstützte ich die weiterhin notwendige Demonstration am 10. März 2019 am AKW Neckarwestheim und fordere die sofortige Energiewende und das Abschalten aller AKWs.
Es ist ein sogenannten Atomausstieg da derzeit immer noch 7 Atomkraftwerke in Betrieb sind, u.a. das AKW in Neckarwestheim/Ba-Wü. Es wird voraussichtlich bis 2022 weiter laufen. Um meinen Protest gegen den Weiterbetrieb des AKW Neckarwestheim zum Ausdruck zu bringen, habe ich am So. 10.03.19 an der Kundgebung und Demonstration am AKW Neckarwestheim teilgenommen und war Mitunterstützer.

Zum sogenannten Atomausstieg zählt auch, dass

– am AKW Neckarwestheim die in 2018 bekannt gewordenen mehr als 100 Risse an den Heizrohren der Dampferzeuger nicht zur Abschaltung des AKW führte oder zumindest zur Stilllegung bis die Ursachen geklärt sind, obwohl Experten vor einem Störfall warnen.

– am Joint Research Center und am KIT, beide liegen nur wenige Kilometer nördlich von Karlsruhe, mit Steuergeldern an der nächsten Generation von Atomkraftwerken und deren Brennelementen geforscht wird.

– das AKW Philippsburg II (Ba-Wü) ein dreiviertel Jahr länger laufen wird, da die EnBW Reststrommengen vom in 2011 abgeschalteten AKW Philippsburg I übertragen hat. Ohne diese Übertragung müsste Philippsburg II im April 2019 abgeschaltet werden, aber es läuft weiter und produziert weiter Atommüll für den es keine Lösung gibt.

– die Bevölkerung nicht darüber informiert wird, dass aus den CASTOR-Zwischenlagern an den AKW Standorten unsichere langfristige Lager werden und die meisten von uns deren Ende nicht mehr erleben werden, da kein Endlager in Sicht ist. Somit verbleibt der Atommüll in Lagern bei den AKWs die z.B. nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert sind.

– es für den sogenannten freigemessenen Atommüll (also strahlender Atommüll unter 10 Mikrosievert) aus Philippsburg und der Wiederaufarbeitungsanlage nördliche von Karlsruhe, keine Mülldeponie gibt und derzeit das große Rätselraten stattfindet wohin mit dem strahlenden Müll.

– die Uranfabriken in Lingen (NRW) und Gronau (Niedersachsen) produzieren weiterhin Brennelemente für AKWs in Deutschland und weltweit ohne Laufzeitbeschränkung.

– Deutschland weiter am Euratom Vertrag festhält, der die Atomkraft fördert und bevorzugt und die Deutschen Steuerzahler*innen dies mitfinanzieren.

Deshalb fordere ich und unterstütze die Anti-Atom-Initiativen in ihren Forderungen nach:

– keine weitere Forschung an der nächsten Generation von AKWs in Deutschland und im Besonderen am JRC und KIT.

– das AKW Philippsburg II wie vorgesehen im April 2019 abschalten.

– alle noch laufenden AKWs sofort abschalten da es keine Endlagerung für Atommüll gibt und somit nicht noch mehr Atommüll produziert werden darf für den es keine Lösung gibt.

– für die größtmögliche Sicherheit an den langfristigen Atommülllagern an den AKW Standorten zu sorgen und diese auch nach zu rüsten.

– keine Freimessung von gering strahlendem Atommüll und kein Deponieren dieses Mülls als Bauschutt oder Hausmüll.

– Atomfabriken wie Lingen und Gronau sofort stilllegen

– Keine Förderung der Atomkraft in der EU mehr

– Speichertechnologie weiterentwickeln und fördern, Erneuerbare Energien konsequent ausbauen, Energieeffizienz steigern

– Energiewende jetzt!

Mit freundlichem Gruß

Michel Brandt

Wahlkreisbüro Michel Brandt MdB
Schützenstr. 46
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E-Mail: michel.brandt.wk@bundestag.de

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