Kundgebung Seebrücke auf dem Marktplatz Karlsruhe

02. Januar 2019  Allgemein

Liebe Unterstützer*innen,

Liebe Genoss*innen,

Liebe Mitbürger*innen,

die Linke Rheinstetten wünschen euch ein frohes neues Jahr.

Sicher habt ihr mitbekommen, dass schon wieder gerettete Menschen auf dem Mittelmeer sind und kein europäisches Land zu ihrer Aufnahme bereit ist. Die beiden Rettungsschiffe Sea-Watch 3 und Professor Albrecht Penck dürfen auch keinen sicheren Hafen ansteuern, und das obwohl die Wetterbedingungen gefährlich sind. Für euch zur Info dazu Michels Pressemitteilung:

Zur Lage der aus dem Mittelmeer geretteten Menschen auf den Rettungsschiffen „Sea-Watch 3“ und „Professor Albrecht Penck“ erklärt Michel Brandt Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:

„Die Bundesregierung versagt erneut vor der Tragödie auf dem Mittelmeer. 49 Gerettete harren seit zwei Wochen auf der “Sea-Watch 3” und der „Professor Albrecht Penck“ aus. Derzeit verschlechtert sich das Wetter. Bei Sturm ist das Leben der Menschen an Bord gefährdet. Malta verweigert dennoch die Einfahrt in den Hafen, solange die Verteilung der Geflüchteten in Europa ungeklärt ist. Über 30 Städte in Deutschland, darunter Berlin, Heidelberg und Stuttgart haben sich zu sicheren Häfen erklärt. Sie fordern Bundesinnenminister Horst Seehofer auf, Gerettete aus dem Mittelmeer aufzunehmen und sie in die für die Aufnahme bereitstehenden Städte zu bringen. Die Bundesregierung bleibt aber bewusst untätig. Das ist menschenverachtend.

Ich fordere die Bundesregierung unverzüglich auf, ihrer menschenrechtlichen Pflicht nachzukommen und die Rettung der Menschen auf der „Seawatch 3“ und der „Professor Albrecht Penck“ zu veranlassen. Es ist eine moralische Bankrotterklärung, das Angebot der Städte, Geflüchteten einen sicheren Hafen zu bieten, auszuschlagen. DIE LINKE fordert die sofortige Einsetzung einer staatlichen Rettungsmission, damit kein Mensch mehr im Mittelmeer ertrinken muss. Es ist eine Schande, dass die Bundesregierung und die EU die ehrenamtliche Helfer*innen auch noch an ihrer humanitären Arbeit hindern.“

Lasst uns den Druck auf die Bundesregierung weiter erhöhen. Morgen, am 03.01.2018 um 18:00 Uhr machen unsere Freund*innen von der Seebrücke Karlsruhe eine Kundgebung auf dem Marktplatz. Es wäre schön, möglichst viele von Euch dort anzutreffen. Fordern wir den Karlsruher Gemeinderat dazu auf, die Aufnahme von Geretteten der Sea-Watch 3 und der Prof. Albrecht Penck dem Bundesinnenminister Horst Seehofer aktiv anzubieten. Sicher könnt ihr auch noch die Postkarten der Kampagne: “Karlsruhe zum sicheren Hafen machen” unterschreiben.


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