Kommentar der Abgeordneten der LINKEN zu den Klimazielen des Landkreises

11. Mai 2021  Allgemein

Kreistag Karlsruhe in Untergrombach, 6. Mai 2021:

(frei aus der Erinnerung wiedergegeben)

Hallo Frau Schwegle,
(Birgit Schwegle ist die Geschäftsführerin der Umwelt- und Energieagentur im Landkreis Karlsruhe mit Sitz in Bretten.)

danke, dass Sie so gut herausgestellt haben, welche Bedeutung das Thema „Wärme“ beim Umbau auf eine klimafreundliche Welt hat. Strom lässt sich schon relativ gut klimafreundlich erzeugen, eine große Baustelle ist der Energieverbrauch bei dem Heizen von privaten Gebäuden.

Herr Schrempp (Bürgermeister Rheinstetten) und Herr Eheim (Bürgermeister von Graben-Neudorf) haben in ihrem Redebeiträgen herausstellt, dass die privaten Verbraucher sich jetzt bewegen und Verantwortung zeigen sollen und in neue Heizungen, Fotovoltaikanlagen und die Dämmung ihrer Häuser investieren müssten. 

Aber eine optimale Dachsanierung kostet richtig viel Geld. Es gibt sehr viele ältere Bürger*innen in unserem Landkreis, die ihr Häuschen in den sechziger, siebziger oder Achtziger Jahren gebaut haben. Dieses Haus haben sie zwar meist schon abbezahlt, aber von einer Rente kann man eine solche umfangreiche und teure Investition schlicht nicht finanzieren. Auch wenn man Jahr für Jahr laufende Kosten für Strom und Heizung sparen wird, amortisiert sich eine solche Sanierung erst nach längerer Zeit.

Deshalb fragen wir uns: 

Was können die Gemeinden, Städte und der Landkreis für diese Menschen tun? Wie können wir Unterstützung leisen, damit diese Dächer isoliert werden und im besten Fall auch gleich noch mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden können?

Außerdem möchten wir noch den vielleicht größten Co2-Emittenten im Landkreis ansprechen.

Wie ist die Bilanz des großen Zementwerks in Wössingen. Hat sich das Zementwerk auf den Weg gemacht, seine großen Emissionen zu reduzieren?

(Die Beantwortung der Fragen vieler Kreisrät*innen versprach Landrat Schnaudiegel im Anschluss der Redebeiträge zu einem späteren Zeitpunkt nachzutragen.)

Dieser Redebeitrag wurde ebenso wie der Redebeitrag zur geplanten Preiserhöhung der KVV von der konservativen Regionalzeitung komplett ignoriert. Über die rechtslastige AfD wird hingegen sehr oft und wohlwollend berichtet.