Wohnraum für Rheinstetten schaffen!

08. September 2020  Allgemein

In Deutschland explodieren die Mieten. Weil die Miete nicht mehr bezahlbar ist, werden viele aus ihren Wohnungen verdrängt. Alleinerziehende, Studierende, Menschen mit geringem Einkommen, Rentnerinnen und Rentner können sich die hohen Mietkosten kaum mehr leisten. Rheinstetten hat den höchsten Anteil an Alleinerziehenden (Frauen) im Landkreis. 

Aber es muss nicht immer neu gebaut werden. Viele Häuser in unserer Gemeinde stehen leer oder werden von einzelnen älteren Menschen bewohnt. Selten sind diese Häuser für die Bedürfnisse der Älteren ausgestattet. Hier müsste die Stadt tätig werden und eine Vermittlerrolle übernehmen. Junge Familien haben oft zu wenig Platz, ältere Bürger zwar großen, aber ungeeigneten Wohnraum. Eine junge Familie könnte beispielsweise das Obergeschoss eines Hauses sanieren und renovieren und zu niedrigem oder ohne Mietzins dort einziehen. Diese Wohnform ermöglicht auch Nachbarschaftshilfe und Solidarität. Die Älteren können kurze Betreuung der Kinder übernehmen und erhalten Unterstützung bei Einkäufen. 

DIE LINKE stellt die Interessen der Mieterinnen und Mieter in den Mittelpunkt. Wir unterstützen Mieterinnen und Mieter, die sich gegen Mietwucher und Verdrängung wehren! In den meisten Städten gibt es inzwischen zahlreiche Initiativen, die um ihre Häuser, ihren Stadtteil, die für das Recht auf Stadt kämpfen. Die LINKE ergreift Partei für Mieterinnen und Mieter und ist Partnerin der mietenpolitischen Bewegung. Wohnen ist ein Menschenrecht, das nicht dem Markt überlassen werden darf.

Unsere wichtigsten Forderungen

  1. Runter mit den Mieten! Wir wollen einen bundesweiten Stopp für Mieterhöhungen (Mietenstopp) und Obergrenzen für die Mieten (Mietendeckel). Die Mietsteigerungen der vergangenen Jahre müssen zurückgenommen, die Modernisierungsumlage muss abgeschafft werden.
  2. Vonovia & Co enteignen! Konzerne, die nicht sanieren, die Mieten hochtreiben oder ihre Mieter*innen schikanieren, müssen enteignet werden. Keine Spekulation mit Wohnraum an der Börse: Mit Wohnen darf kein Profit gemacht werden.
  3. So viel bezahlbaren Wohnraum wie gebraucht wird. Es fehlen mindestens fünf Millionen Sozialwohnungen. Wir fordern, dass jedes Jahr mindestens 250 000 Sozialwohnungen mehr geschaffen werden: Der Staat muss Wohnungen aufkaufen und neue bezahlbare, ökologisch modernisierte Wohnungen bauen! Die Sozialbindung darf nicht auslaufen! Wir wollen ein öffentliches Wohnungsbauprogramm und gemeinnützige Wohnungswirtschaft fördern.

Weiter zu unserer Mietenkampagne:

www.miete-bezahlbar.de


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