Fahrplan zum kostenfreien Öffentlichen Personen-Nahverkehr 

01. September 2020  Allgemein

In den letzten Wochen hat man viel über einen 1€-Fahrschein für Rheinstetten lesen können. Wie schon im Kreistag will die örtliche SPD auch bei uns ein Jahresticket für 365 € zum Durchbruch verhelfen. Im Kreistag wurde das von CDU, Freien Wählern und FDP abgelehnt. DIE LINKE im Kreistag unterstützte diesen Antrag, denn wir sehen diesen Tarif als erste Stufe hin zu einem kostenfreien Öffentlichen Nahverkehr an. Diese Umstellung sollte nach unserem Dafürhalten in drei Phasen ablaufen. Schrittweise wird der ÖPNV für immer mehr Bevölkerungsgruppen günstiger und und am Ende kostenfrei. Um dies verständlich darzustellen, stellen wir uns eine typische Rheinstettener Familie vor: die Familie Rastätter aus Mörsch.

Ab Januar 2021 fährt Tochter Lea Rastätter umsonst mit der Stadtbahn, denn sie ist Auszubildende. Ebenso der Bruder, denn er geht noch in die Schule. Das ist für die Familie Rastätter eine richtig gute Sache, denn Vater und Mutter verfügen über kein allzu großes Einkommen. Papa Ralf erwägt die Anschaffung eines E-Bikes, mit dem er zur Arbeit nach Karlsruhe fahren kann, so kann er sich sogar die 365 € für ein Jahresticket sparen. Anfang des Jahres 2022 fährt auch Opa Werner umsonst, weil er Rentner ist. Auch fahren jetzt alle Personen bis 18 Jahren, und Hartz-4-EmpfängerInnen kostenfrei. In der Zwischenzeit tut sich einiges bei der KVV: Busse und Bahnen sind jetzt vollständig klimatisiert. Viele neue Bahnen werden in Betrieb genommen. Die jahrelangen Baustellen für die U-Strab sind endlich fertiggestellt, die Bahnen sind wieder pünktlich. Neue Strecken werden ausgebaut, alte Strecken reaktiviert, die vor vielen Jahren lahmgelegt wurden. Ralf und Kerstin Rastätter zahlen wie alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises seit 2022 eine ÖPNV-Abgabe, in Höhe von 60 Euro/Jahr, die erlassen wird, wenn man das Auto stehen lässt und nur noch mit Bus und Bahn fährt. 

Ab 2025 kann sich Ralf kaum noch entscheiden, soll er mit dem E-Bike ins Geschäft fahren oder den Ticketfreien ÖPNV nutzen? Das Auto haben sie abgeschafft und vom gesparten Geld bekommt auch noch Kerstin ein E-Bike. Flächendeckend fallen in diesem Jahr die ÖPNV-Abgaben weg, es gibt keinen Ticketverkauf mehr, Raudis können nicht mehr die 20.000 € teuren Karten-Automaten demolieren, denn sie sind abgebaut. Sparen kann man sich das Mahnwesen, einen großen Teil des Verwaltungsaufwands und natürlich werden die Ticketkontrollen abgeschafft, Im Sommer 2026 werden die Bewohner des Rheingrabens für ihren Kraftakt belohnt: Endlich gibt es mal wieder einen verregneten Sommer, die Temperaturen übersteigen die 30 Grad-Grenze in diesem Jahr nicht. Familie Rastätter hat jetzt auch eine Photovoltaik-Anlage auf dem isolierten Dach, so wie die meisten Rheinstettener. Das ist ihr Beitrag um ihren Kindern eine schöne lebenswerte Welt zu erhalten.


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