Beiträge vom Juni 2021

Gedenkveranstaltung: Vor 80 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion

19. Juni 2021  Allgemein

Zu einer
Gedenkveranstaltung an den 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion lädt die Deutsch-Russischen Gesellschaft Ettlingen ein.

Am Dienstag, 22. Juni um 19 Uhr wollen wir auf dem Friedhof in Ettlingen am Mahnmal für Zwangsarbeiter an den 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion erinnern.  Wir laden alle Interessierte dazu ein.

80 Jahre “Unternehmen Barbarossa” und die Folgen

Nach geheimer Vorbereitung unter dem Codenamen „Unternehmen Barbarossa” überfiel die deutsche Wehrmacht am 22.06.1941 ohne Kriegserklärung die Sowjetunion und entfesselte den brutalsten Feldzug aller Zeiten.

Im Blitzkrieg des NS-Regimes gerieten in den ersten Monaten des Vormarschs schon 3,5 Millionen sowjetische Soldaten in Kriegsgefangenschaft. Bis zum Kriegsende wurden es 5,7 Millionen. Durch Versorgungsmängel, Krankheiten, bewusste Vernachlässigung und gezielte Mordkommandos der deutschen Führung starben davon 3,5 Millionen.

Auch auf deutscher Seite bezahlten viele mit dem Leben: Von etwa 3,5 Millionen deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion kehrten 1,1 Millionen nicht zurück.

Zusätzlich wurden etwa 2,7 Millionen Zivilisten allein aus der Sowjetunion als Zwangsarbeiter ins Reichgebiet verschleppt, wo sie besonderer Diskriminierung ausgesetzt und dem Bombenkrieg schutzlos ausgeliefert waren, da ihnen der Zugang in die Luftschutzbunker verweigert wurde. Ganzen Beitrag lesen »

Windenergieanlage Rheinstetten

15. Juni 2021  Allgemein

Für fossile Energieträger wie Kohle, Mineralöl, Erdgas und Uran gilt: Verbrannt ist verbrannt. Sie wachsen nicht nach, sie hinterlassen klima-, umwelt- und gesundheitsschädliche Abgase oder gefährliche Strahlenfrachten und sind Ursache von Konflikten und sozialer Ungerechtigkeit. Die Energiewende hin zu einer vorrangig dezentral und regional erfolgenden Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bei deutlich sparsamerem und effizienterem Umgang mit Energie ist deshalb nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel alternativlos.

Für DIE LINKE gilt: Efficiency first! Denn nur wenn alle Potentiale zum Einsparen von Energie ausgeschöpft werden, haben wir mit 100 Prozent Erneuerbaren überhaupt eine Chance, Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu verbinden. So sind Ökoenergien kostbar. Ihre Produktion braucht Fläche, Ressourcen und Akzeptanz – Stichwort Windkraft. Hier in Rheinstetten soll eine große Windkraftanlage gebaut werden. Zuvor werden die Auswirkungen auf die Natur, auf Rotmilane und Fledermäuse, in einem Genehmigungsverfahren geprüft.
Wenn diese Prüfung ergibt, dass die wahrscheinlichen Schäden für die betreffenden Arten sehr hoch eingeschätzt werden, müssen die Verantwortlichen den Abbruch der Planungen ins Auge fassen. Bis dahin gilt das Ziel: 100% Erneuerbare Energie für Rheinstetten! Gerne mit einer großen Windanlage hier vor Ort.

Wachstum um jeden Preis

06. Juni 2021  Allgemein

Fast scheint es, als wäre Rheinstetten eine abgelegene Insel, auf der sich bislang weder das große Artensterben noch der Klimawandel in irgend einer Form bemerkbar machten. Baugebiet um Baugebiet wird neu erschlossen. Es scheint, die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde wären endlos. Wie die UN unlängst feststellte, entstammen knapp 40% der weltweiten Treibhausgasemissionen dem Bausektor. Allein die Zementindustrie ist für acht Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Wäre die Zementindustrie ein Staat, wäre sie die Nation mit den dritthöchsten Emissionen weltweit. Im Rheinstettener Gemeinderat scheint all dies bislang nicht angekommen zu sein. Für die Fortschreibung des Regionalplans sind aktuell großzügige weitere Flächen beantragt. Dabei scheint es egal, ob diese wie Hatzeleck II in einem Wasserschutzgebiet liegen, oder ob sie wie das ebenfalls zur Überbauung verplante, gesamte Gelände der Sportfreunde Forchheim, an ein wertvolles Offenlandbiotop grenzen. Auch das Gewerbe auf der Hardt soll kräftig weiterwachsen. Bei alledem zeichnet sich bislang nirgendwo ein auch nur annähernd umwelt- oder sozialgerechter Ansatz ab. Der Wohnungsmarkt wird weiterhin den üblichen privaten Spekulanten überlassen und auch mit Gewerbeimmobilien darf weiter spekuliert werden, weil man in Rheinstetten Bauherrn und Unternehmern nicht mit vermeintlich unattraktiven Erbbauachtverträgen benachteiligen will.